Passata, Polpa oder Pelati: Welche Tomatenkonserve passt wozu?
Passata ist die glatte, passierte Tomatensauce, Polpa besteht aus Tomatenstücken und Pelati sind ganze geschälte Tomaten. Als Faustregel gilt: Je glatter die Konserve, desto schneller ist die Sauce fertig. Je gröber sie ist, desto mehr Biss und Kochzeit bringt sie mit.
Was ist Passata und wofür eignet sie sich?
Für Passata werden reife Tomaten püriert und durch ein Sieb gestrichen, sodass Schalen und Kerne verschwinden. Das Ergebnis ist eine samtige, dünnflüssige Basis mit frischem Tomatengeschmack. Sie eignet sich für schnelle Pastasaucen, Suppen, Pizzabelag und alles, was eine gleichmäßige Textur braucht. Weil sie schon fein ist, reichen oft 15 Minuten Köcheln mit etwas Olivenöl und Knoblauch.
Was ist Polpa di Pomodoro und wofür eignet sie sich?
Polpa bedeutet Fruchtfleisch. In der Dose oder im Glas findest du geschälte, in Stücke geschnittene Tomaten, die in ihrem eigenen Saft liegen. Die Konserve ist stückiger als Passata und damit die Wahl für rustikale Saucen, Ragù, Eintöpfe und Schmorgerichte. Du musst nichts mehr zerkleinern und bekommst trotzdem Struktur im Teller.
Was sind Pelati und wofür eignen sie sich?
Pelati sind ganze, geschälte Tomaten, meist in Tomatensaft oder Püree. Sie sind die Königsklasse für alle, die selbst bestimmen wollen, wie fein die Sauce wird: Du zerdrückst sie mit der Hand, mit der Gabel oder mit dem Stabmixer. Pelati passen zu langsam geschmorten Saucen, zu Shakshuka, Aufläufen und zur neapolitanischen Pizza, bei der man sie grob zerdrückt auf den Teig gibt.
Welche Tomatenkonserve passt zu welchem Gericht?
Für eine schnelle Pasta am Abend und für Pizza greifst du zur Passata. Für ein Ragù, das lange auf dem Herd steht, nimmst du Polpa oder Pelati. Pelati sind außerdem die flexibelste Variante, weil du aus ihnen alle Texturen machen kannst. Wenn du unsicher bist, kaufst du Pelati und Passata auf Vorrat: Mit diesen beiden deckst du fast jedes italienische Tomatengericht ab.
Woran du gute Tomatenkonserven erkennst
Schau zuerst auf die Zutatenliste. Sie sollte kurz sein: Tomaten, gegebenenfalls Salz und Basilikum, mehr nicht. Achte außerdem auf den Tomatenanteil und auf die Herkunft, denn reife, sonnengereifte Tomaten brauchen keinen Zucker und keine Zusätze. Stöbere in unserer Auswahl an Tomatenkonserven, wenn du dich für Hersteller und Sorten interessierst. Ist die Sauce zu säuerlich geraten, hilft eine Prise Zucker oder eine mitgekochte Möhre. Angebrochene Passata gehört gut verschlossen in den Kühlschrank und sollte innerhalb weniger Tage verbraucht werden. Und wenn es mal ganz schnell gehen soll, findest du bei den Saucen fertige Lösungen.